Volleyball-Verein finden: Dein Weg zum organisierten Spiel

Volleyballtraining in einem Vereinssaal mit gemischter Anfängergruppe

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464.148 Gründe, einen Verein zu suchen

Der Deutsche Volleyball-Verband zählt 2025 insgesamt 464.148 Mitglieder — ein Zuwachs von 6,37 % gegenüber dem Vorjahr. DVV-Präsident Markus Dieckmann kommentiert: „Dass wir jetzt die 450.000er-Marke geknackt haben, ist ein tolles Signal für den gesamten Volleyball in Deutschland.“ Diese Zahlen bedeuten für dich konkret: Es gibt in deiner Nähe sehr wahrscheinlich einen Verein, der Anfänger aufnimmt. Die Frage ist nicht ob, sondern welcher.

Ich selbst bin über einen Aushang in einer Uni-Turnhalle zum Vereinsvolleyball gekommen. Das war vor Jahren, und damals gab es weder DVV-Vereinsfinder noch Social-Media-Gruppen. Heute ist die Suche deutlich einfacher — aber die Auswahl an Möglichkeiten kann auch überfordern. Hier erkläre ich dir, wie du den passenden Verein findest, was dich beim Probetraining erwartet und welche Alternativen es gibt.

Online-Suche: DVV-Vereinsfinder und Landesverbände

Der schnellste Weg zum Verein führt über den DVV-Vereinsfinder. Du gibst deine Postleitzahl ein und bekommst eine Liste von Vereinen in deiner Umgebung mit Kontaktdaten und Trainingszeiten. Der größte Landesverband ist der Bayerische Volleyball-Verband mit 78.000 Mitgliedern in 1.256 Vereinen — aber auch in kleineren Bundesländern gibt es genug Auswahl.

Neben dem DVV-Finder lohnt sich ein Blick auf die Websites der Landesverbände. Viele führen eigene Vereinslisten mit detaillierteren Informationen: Welche Altersklassen werden angeboten? Gibt es eine Hobbygruppe für Anfänger oder nur Wettkampfmannschaften? Manche Landesverbände listen auch offene Trainingszeiten und Anfängerkurse, die speziell für den Einstieg konzipiert sind.

Social Media ist eine weitere Quelle. Such auf Facebook oder Instagram nach „Volleyball“ plus deinem Stadtnamen. Viele Vereine posten Trainingsankündigungen, suchen Mitspieler oder laden zu offenen Trainings ein. Auch lokale Sportportale und die Websites der Stadtsportbünde helfen — sie listen alle gemeldeten Vereine mit Sportart, Trainingsort und Ansprechpartner.

Ein Tipp: Beschränke dich nicht auf den nächstgelegenen Verein. Manchmal lohnt sich der zehn Minuten längere Weg, wenn der Verein eine aktive Anfängergruppe hat, die besser zu deinem Niveau passt. Schreib zwei oder drei Vereine an und frag nach einem Probetraining. Du musst dich nicht sofort festlegen.

Probetraining: Was dich erwartet und worauf du achtest

Mein erstes Probetraining war ein Schock — nicht weil es so schwer war, sondern weil alle anderen so viel besser waren. Ich stand auf dem Feld und konnte kaum baggern, während die Stammmannschaft um mich herum Angriffsschläge drillte. Das war der falsche Verein für den Anfang, und ich habe das schnell gemerkt.

Achte beim Probetraining auf drei Dinge. Erstens: Passt das Niveau? Wenn alle deutlich besser sind als du, wirst du wenig Spielzeit bekommen und schnell frustriert sein. Wenn alle auf deinem Level sind, lernst du langsamer, aber du spielst von Anfang an mit. Ideal ist eine Mischung — ein paar erfahrene Spieler, die dir helfen, und genug Anfänger, damit du dich nicht fehl am Platz fühlst.

Zweitens: Wie ist die Atmosphäre? Ein guter Verein empfängt Neulinge offen, erklärt die Übungen und integriert dich ins Training. Wenn du am Rand stehst und niemand mit dir spricht, ist das ein Warnsignal. Volleyball ist ein Teamsport — die Teamkultur beginnt nicht auf dem Feld, sondern davor.

Drittens: Gibt es einen Trainer? Hobbygruppen ohne Trainer können Spaß machen, aber du lernst dort weniger gezielt. Wenn du als Anfänger wirklich besser werden willst, brauchst du jemanden, der deine Technik korrigiert und dir sagt, was du besser machen kannst.

Kosten: Vereinsbeitrag, Ausrüstung und Spielerpass

DOSB-Vorständin Michaela Röhrbein hat es treffend formuliert: „Unsere 86.000 Sportvereine gehen vielerorts über ihre Grenzen hinaus, um so vielen Menschen wie möglich den Zugang zum Sport zu ermöglichen.“ Der Vereinssport in Deutschland ist im internationalen Vergleich günstig — ein Jahresbeitrag für Erwachsene liegt typischerweise zwischen 80 und 200 Euro, je nach Verein und Region.

Dazu kommen die Ausrüstungskosten: Hallenschuhe ab circa 50 Euro, Knieschoner ab 15 Euro und Funktionskleidung, die du oft schon im Schrank hast. Der Spielerpass für Wettkampfspieler kostet einen kleinen einmaligen Betrag, der über den Verein abgewickelt wird. Manche Vereine stellen Trikots für Wettkampfmannschaften — frag vorher, ob das im Beitrag enthalten ist oder nicht.

Was ich immer betone: Der Vereinsbeitrag ist eine der günstigsten Investitionen in deine Gesundheit und dein Sozialleben. Für den Preis eines Streaming-Abos bekommst du zwei bis drei Trainingseinheiten pro Woche, ein Team und eine Hallenzeit, die du allein nicht organisieren könntest.

Alternativen: Hobbygruppen, Betriebssport und offene Turniere

Nicht jeder möchte oder kann sich an einen Verein binden. Vielleicht ist dein Zeitplan zu unregelmäßig, vielleicht willst du erst einmal testen, ob Volleyball überhaupt dein Sport ist. Dann gibt es Alternativen.

Hobbygruppen organisieren sich oft über Social Media oder lokale Sportplattformen. Sie treffen sich einmal pro Woche in einer gemieteten Halle, spielen ohne feste Struktur und ohne Wettkampfverpflichtung. Das Niveau ist gemischt, die Atmosphäre entspannt und der Einstieg niedrigschwellig. Der Nachteil: Kein Trainer, kein strukturiertes Training, wenig technische Entwicklung.

Betriebssport ist eine weitere Option, wenn dein Arbeitgeber eine Volleyball-Gruppe anbietet. Die Teilnahme ist oft kostenlos oder wird bezuschusst, und du spielst mit Kollegen, die du bereits kennst. Volkshochschulen und Universitäten bieten ebenfalls Volleyball-Kurse für Anfänger an — zeitlich begrenzt, günstig und speziell auf den Einstieg zugeschnitten.

Offene Turniere, sogenannte Mixed-Turniere, sind eine gute Gelegenheit, in die Wettkampfatmosphäre zu schnuppern, ohne gleich einem Verein beizutreten. Du stellst ein Team zusammen — oder schließt dich einem bestehenden an — und spielst einen Tag lang gegen andere Hobbyteams. Solche Turniere findest du über Landesverbände oder lokale Volleyballforen.

Der beste Zeitpunkt einzusteigen

Wenn du bis hierhin gelesen hast, hast du bereits mehr Recherche betrieben als die meisten. Der nächste Schritt ist der einfachste und zugleich der schwierigste: hinzugehen. Schreib heute noch eine Mail an einen Verein in deiner Nähe, frag nach dem nächsten Probetraining und erscheine. Alles weitere ergibt sich. Und wenn du vorher noch die Grundlagen auffrischen willst, findest du bei den Volleyball Regeln einfach erklärt alles, was du für den Start brauchst.

Was kostet die Mitgliedschaft in einem Volleyball-Verein?

Ein Jahresbeitrag für Erwachsene liegt typischerweise zwischen 80 und 200 Euro, je nach Verein und Region. Dazu kommen einmalige Kosten für Ausruestung wie Hallenschuhe und Knieschoner. Manche Vereine bieten ermaessigte Beitraege für Schueler, Studenten und Familien.

Kann ich als kompletter Anfänger in einen Verein eintreten?

Ja. Viele Vereine haben Anfängergruppen oder Hobbytmannschaften, die gezielt Einsteiger aufnehmen. Frag beim Kontaktieren des Vereins nach einer Anfängergruppe und vereinbare ein Probetraining. Du musst nichts können, um anzufangen — dafür gibt es das Training.

Erstellt von der Redaktion von „Volleyball Tipps“.

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